Impressionen der Stadt Reichenbach
Beginn des Hauptinhaltes
Hauptinhalt überspringen
Bildung und Sport
Eine Seite zurück
E-Mail an die Stadtverwaltung Zur Anmeldung
 
 
SNPL Ziel III

Projekt „Bildung und Sport, 2. Etappe“


Die Stadt Karpacz und die Stadt Reichenbach haben über das operationelle Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Freistaat Sachsen – Republik Polen 2007 – 2013 zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Sachsens mit Polen Fördermittel für die Umsetzung des Projektes „Bildung und Sport, 2. Etappe“ erhalten.


Ziel des Projektes:
Ziel des Projektes ist die Festigung des bisherigen Kontaktes und der Zusammenarbeit der beiden Partnerstädte sowie die Normalisierung der Beziehungen in der Grenzregion.
Ziel ist außerdem die Entwicklung eines Europa-Bewusstseins sowie ein Zusammengehörigkeitsgefühl über Ländergrenzen hinaus auch bei den Kindern und deren Familien.

Die Vertreter der beiden Partnerstädte Karpacz und Reichenbach haben daher bereits im Jahr 2005 während der Eurokommunale beschlossen, eine Zusammenarbeit mit dem Ziel der Verbesserung der Bildungs- und Erziehungsbedingungen der Kinder auf beiden Seiten der deutsch-polnischen Grenze zu beginnen. In einem ersten Projekt (= Bildung und Sport, 1. Etappe) lag dabei der Schwerpunkt auf der Angleichung der Lern- und Erziehungsbedingungen in Karpacz. Das Projekt beinhaltete unter anderem den Bau der Sporthalle, die am 05.03.2010 feierlich eingeweiht wurde. Der nun vorliegende Antrag stellt die Fortsetzung dieses Projektes dar mit Schwerpunkt der investiven Maßnahmen auf Reichenbacher Seite.

Weiteres Ziel des Projektes ist die Festigung und Fortführung der im ersten Projekt entstanden Kontakte und Beziehungen zwischen den Schulen in Karpacz und in Reichenbach.
Neben der Sanierung des Treppenhauses der Grundschule wird mit dem Projekt eine Erweiterung des Bildungsangebots (altersgerechter Fremdsprachenunterricht, erlebbarer Geographieunterricht und praktische Umwelterziehung) erreicht werden. Durch die gegenseitigen Treffen werden die Kinder mit den Sitten und Gebräuchen des Nachbarlandes vertraut, was nicht zuletzt zu einem besseren gegenseitigen Verständnis, zum Abbau von Berührungsängsten und zu einer weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit führen wird.


Investiver Teil:
Die Grundschule in Reichenbach wurde im Jahr 1914 errichtet. Aus brandschutztechnischen Gründen wurde im Jahr 1994 ein separates Treppenhaus angebaut. Dieses Treppenhaus befindet sich mit Ausnahme des Aspekts sommerlicher Wärmeschutz in einem guten Erhaltungszustand. Da die großen Glasflächen weder eine Sonnenschutzverglasung noch einen innen- oder außenliegenden Sonnenschutz aufweisen, sind die Temperaturverläufe in den Sommermonaten als extrem zu bezeichnen. Hinzu kommt, dass durch die Himmelsausrichtung des Treppenhauses eine kontinuierliche Sonneneinstrahlung über den gesamten Tag erfolgt.
Der sommerliche Wärmeschutz des Treppenhauses entspricht nicht dem erzeitigen Stand der Technik und den gesetzlichen Vorgaben. Zur Verbesserung ist daher die Montage einer außenliegenden Sonnenschutzblende vorgesehen. Zusätzlich erfolgt der Einbau einer innenliegenden Wärmedämmung. Als Zusatzmaßnahme erfolgt das Bekleiden der Glasflächen mit einer Sonnenschutzfolie.

Nach Abschluss der Bauarbeiten soll das Treppenhaus der Grundschule ein Begegnungsort für deutsch-polnische Kunstprojekte von Schülern in Form einer Bilder- und Skulpturengalerie werden.
Weiter ist geplant, das Treppenhaus als Aufführungsort für zweisprachige Theateraufführungen von Schülern aus Karpacz und Reichenbach für gemeinsame Theaterprojekte zu nutzen. Ebenfalls Teil des Investitionsbereichs ist daher die erforderliche Anschaffung einer mobilen Bühne für das Theaterprojekt.
Mit der Kunstgalerie und dem Theaterprojekt werden unter anderem die folgenden Ziele verfolgt:
- Entwicklung von Selbstvertrauen
- Erlernen von selbstbewusstem Auftreten
- Erlernen von freiem Sprechen
- Einbringen eigener Interessen in Entscheidungsprozesse
- freiwillige Einordnung in eine multikulturelle Gruppe
- Erleben von multikultureller Vielfalt

Ebenfalls Teil des investiven Projektes ist die Aufstellung eines Klettergerüsts im Außenspielbereich des Grundschulgeländes. Hierzu sollen die Schüler in Form eines Wettbewerbs in die Entscheidungsfindung mit einbezogen werden.


Nichtinvestiver Teil:
Durch die Projektrealisierung werden die Schulkinder auf beiden Seiten der Grenze mit den Sitten und Gebräuchen der Partnerstadt sowie mit der Fremdsprache in altersgerechter Form vertraut gemacht. Die weitere geplante Vermittlung von Inhalten im Bereich der Umwelterziehung bzw. der Natur, in den Fächern Sachkunde und Geographie sowie im sportlichen Bereich an sich bietet hierzu eine ideale Ergänzung.
Durch den Erfahrungsaustausch auf den Ebenen der Kinder, deren Eltern und des Lehrpersonals, durch das gemeinsame Lernen und das gemeinsame Umsetzen der gleichen Ideen auf beiden Seiten der Grenze wird ein besseres Verständnis für den jeweils anderen und dessen Probleme geweckt. Die Bereicherung des Schulunterrichts um außerschulische Bildungsaktivitäten wie sportliche Wettkämpfe, gemeinsamen Sprachenunterricht („Bildungs-Sport-Camps“) und gemeinsame Ausflüge als Ergänzung zur Ganztagsbetreuung führt zu einer Vertiefung bereits vorhandener Kontakte zwischen den Schulen auf Ebene der Schulleitungen und des Lehrpersonals, der Ebene der Kinder und Jugendliche sowie auf der Ebene der Sportvereine. Durch die angestrebte Zusammenarbeit werden Hemmungen und Vorurteile abgebaut und damit die Grenze auf ein Minimum reduziert.

Die konkreten Veranstaltungen und Aktivitäten sowie die jeweiligen Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

 
© Copyright Stadt Reichenbach/ O.L.
Logo der Stadt Reichenbach
Beginn der Blöcke
Blöcke überspringen